Aktuelles

Der Frühling 2026 bescherte uns eine ungewohnt späte Haselblüte (ab 25. Februar) und sorgt aufgrund der Trockenheit für lange Zeitfenster für Schnittarbeiten (Mandel).

Wir pausieren bis 30. Mai!

Wie jedes Jahr startet auch  2026 der Ab-Hof-Verkauf mit der Maibeerenernten. 

In gewohnter Weise gibt es unsere Früchte sowie die weiteren Erzeugnisse (Marmeladen, Nektar, Frizzante, Schokoladen etc.) von Juni-Weihnachten am Samstag bei uns am Hof zu kaufen. Während der Marillensaison (normalerweise von Ende Juni bis Ende August) haben wir zusätzlich auch unter der Woche (Mo-Fr) von 9-17 Uhr geöffnet!

ÜBER UNS

Seit 2020 bewirtschaften wir, Theresa und Simon Hinterplattner samt unseren beiden Kindern, den Spitzlehner Hof in Mauthausen. Durch die außerfamiliären Hofübernahme, ging für uns der lang gehegte Traum vom eigenen Hof in Erfüllung…

Entwicklung

Aller Anfang ist schwer – so lautet ein bekannter Spruch. Vieles was wir begonnen haben, musste adaptiert werden. Die biologische Bewirtschaftung von Marille und Mandel ging beispielsweise komplett schief, eine Mandelerntemaschine musste gebaut werden, Wühlmäuse vernichteten uns 120 Marillenbäume etc…

…so kam es zu vielen Adaptierungen (Marille, Mandel und Haselnuss sind jetzt konventionell) und zu Eigenbaumaschinen wie dem Mandelernter und dem Krümler-Hackgerät…. 

Unsere Erfahrungen lehren uns, Landwirtschaft/Obstbau als Entwicklung zu sehen – Wir mittendrinnen im Leben mit unserer Natur!

Unser Hof

Unser Hof ist bereits im Franziszeischen Kataster unter dem Namen „Spitzenlehner“ als eigenständiger Hof vermerkt. Bis in die 70er Jahre wurde er als Milchviehbetrieb bewirtschaftet um dann nach ca. 40 Jahren der Verpachtung wieder selber bewirtschaftet zu werden. Dies erfolgte im Rahmen einer Betriebsneugründung und einer außerfamiliären Hofübernahme.

Unser vollarrondierter Betrieb liegt auf einer Anhöhe über Mauthausen auf einer Seehöhe von 320m. Der bei uns anzutreffende Lössboden ist mehrere Meter mächtig und weißt einen sehr hohen Ph-Wert auf (bis 7,8). Das Klima ist mit über 11C° Jahresdurchschnittstemperatur und geringer Spätfrost und Hagel Gefahr optimal für Obstbau.

Mit dem Einstieg in den Erwerbsobstbau wählten wir eine Bewirtschaftungsform die mit geringer Flächenausstattung eine Bewirtschaftung im Haupterwerb zulässt. Die Auswahl der Obstarten zielt darauf ab, möglichst keine Arten anzubauen, die andere Obstbauern in der Region bereits kultivieren. Daher fiel die Wahl auf folgende 7 verschiedene Obstarten… 

Maibeere / Haskap

Die Maibeere oder auf englisch Haskap (Lonicera caerula var. kamtschatica) wird auch Sibirische Heckenkirsche genannt. Wie ihr Name schon sagt kommt sie ursprünglich aus kälteren Gefilden und ihr wäre es lieber, die Vegetationszeit würde im Juli enden und der Winter Einzug halten. Sie deckt den Boden nur schlecht ab und ist als Flachwurzler sehr empfindlich gegenüber Beikraut und Trockenheit. Eine enorme Mulchschicht ist für uns der Schlüssel für die erfolgreiche Bewirtschaftung. Die Früchte werden zum aller größten Teil per Hand gepflückt und ist sehr aufwendig. Die Verarbeitungsware kann auch mittels selber gebauten Schüttelwägen erfolgen.

Ernte: 20. Mai – 25. Juni 

Bewirtschaftung: Biologisch

Produkte: frische Maibeeren, Marmelade, Schokoladen

Felsenbirne / Juneberry

Die Felsenbirne oder auf englisch Saskatoon (Amelanchier alnifolia) wird auch Juneberry genannt. Dies deutet bereits auf die Reifezeit der Erlenblättrigen Felsenbirne hin. Die von uns kultivierten Felsenbirnen Sorten stammen alle aus Nordamerika und sind Zuchtformen die sich in ihrer Fruchtgröße deutlich von der bei uns in Europa heimischen, Gewöhnlichen Felsenbirne unterscheiden. Felsenbirnen wachsen sehr stark, sind sehr ertragreich und einfach in der Pflege. Die Ernte erfolgt zum Größten Teil per Hand. Industrieware kann aber auch mit dem Mandelernter herunter geschüttelt werden.

Ernte: 20. Juni – 15. Juli

Bewirtschaftung: Biologisch

Produkte: frische Maibeeren, Felsenbirnen, Schokolade

Marille

Die Marille (Prunus armeniaca) ist unsere Hauptfrucht, sie entscheidet ob es ein wirtschaftlich gutes Jahr am Spitzlehner wird oder nicht. Wie der lateinische Name verrät kommt sie ursprünglich aus der Region in bzw. um Armenien. Sie ist eine Wärme liebende Obstart mit einem Hauptanbaugebiet in mediterranen Klimaten. Bei uns ist sie jedes Jahr zur Blüte (Ende März) der Gefahr von Spätfrösten und der Infektion mit dem Monilia Pilz ausgesetzt. Glücklicherweise ist unser Marillenlfeld sehr gut gelegen und so wurden wir bis dato von Spätfrösten nicht getroffen. Bei der Monilia mussten wir aber einsehen, dass es ohne systemische Fungizide (Switch, Signum, Revyona etc.) im Feuchtgebiet – das ist Oö. Obstbautechnisch gesehen – keinesfalls geht. Spricht die Bäume sterben…

Ernte: 20. Juni – 5. September 

Bewirtschaftung: konventionell

Produkte: frische Marillen, Marmelade, Kompott, Schokoladen, Nektar, Frizzante

Feige

Die Feige (Ficus carica) ist eine mediterrane Baumart wobei sie vom Wuchs her eher an einen Strauch als an einen Baum erinnert. Feigen sind Frost empfindlich und frieren bei starken Frösten oberirdisch ab. Je nach Sorten vertragen sie zwischen -5 und -16C° bis entsprechende Schäden auftreten. Wir kultivieren 10 Sorten und es zeigt sich, dass nur 2 Sorten wirklich überzeugen (Fruchtqualität, Frosttoleranz, Wuchs…). Da unsere Feigenfläche eine sehr kleine Fläche einnimmt sehen wir unser Feigenquartier nebst dem Frischobstverkauf ab Hof, mehr als Versuchsgarten an und nutzten diesen zur Pflanzenvermehrung. Die Ernte der Feigen erfolgt ausschließlich per Hand .

Ernte: 20. Juli – Allerheiligen

Bewirtschaftung: biologisch

Produkte: frische Feigen, Feigensenf, eingelegte Feigen, getrocknete Feigen, Tee, Feigenpflanzen

Haselnuss

Die Haselnus (Corylus avellana) ist eigentlich ein Strauch. Wir am Spitzlehner haben aber keine Haselnusssträucher sondern Haselnuss-Pflanzen welche auf Baumhasel (Waldbaumart aus Südosteuropa) veredelt wurden gepflanzt. Dies hat den Vorteil, dass man nur einen Stamm zu pflegen hat welcher auch keine Stockausschläge (wie der Haselnussstrauch) macht. Außerdem wurzelt die Baumhasel deutlich tiefer als die Gemeine Hasel was wiederum einen Vorteil bei Trockenheit mit sich bringt. Anders als alle anderen Kulturen haben wir die Haselnüsse im Weitverband gepflanzt. So sollte die Haselnussanlage zumindest 70 Jahre reiche Ernten hervorbringen. Die Ernte erfolgt manuell, sprich wir klauben die reifen, herunter gefallenen Haselnüsse zusammen.

Ernte: 25. August – 20. September

Bewirtschaftung: konventionell

Produkte: geriebene Haselnüsse, geröstete Haselnüsse, Haselnüsse im Ganzen

Indianerbanane - Pawpaw

Die Indianer Banane oder auf Englisch Pawpaw (Asimina triloba) ist ein kleiner Baum und stammt aus Nordamerika. Sie ist die einzige Subtropische Baumart, die sich in der letzten Eiszeit an das kalte Klima angepasst hat. Indianer Bananen halten bis zu -25C° aus und werfen im Winter das Laub ab. Als Schattbaumart fiel ihr der Start am freien Feld sehr schwer. Ihre Jugendentwicklung ist bekannterweise sehr langsam und diese Tatsache zeigte sich auch bei uns. Mittlerweile entwickeln sich die kleinen Bäume prächtig und ihre Früchte werden per Hand gepflückt/vom Boden aufgesammelt. Ihr dottergelbes Fruchtfleisch wir nach dem Entfernen der ca. 10 großen schwarzen Kerne herausgelöffelt und erinnert an …? Sagt ihr es uns – wir meinen nach Indianer Banane eben)-

Ernte: 25. September – 25. Okotber

Bewirtschaftung: biologisch

Produkte: frische Indianer Bananen, Marmelade

Die Indianer Banane oder auf Englisch Pawpaw (Asimina triloba) ist ein kleiner Baum und stammt aus Nordamerika. Sie ist die einzige Subtropische Baumart, die sich in der letzten Eiszeit an das kalte Klima angepasst hat. Indianer Bananen halten bis zu -25C° aus und werfen im Winter das Laub ab. Als Schattbaumart fiel ihr der Start am freien Feld sehr schwer. Ihre Jugendentwicklung ist bekannterweise sehr langsam und diese Tatsache zeigte sich auch bei uns. Mittlerweile entwickeln sich die kleinen Bäume prächtig und ihre Früchte werden per Hand gepflückt/vom Boden aufgesammelt. Ihr dottergelbes Fruchtfleisch wir nach dem Entfernen der ca. 10 großen schwarzen Kerne herausgelöffelt und erinnert an …? Sagt ihr es uns – wir meinen nach Indianer Banane eben)-

Ernte: 25. September – 25. Okotber

Bewirtschaftung: biologisch

Produkte: frische Indianer Bananen, Marmelade

Mandel

Die Mandel (Prunus dulcis) ist ein kleiner Baum und stammt aus Südwestasien. Sie ist eine mediterrane Baumart (wie die Feige) und liebt Hitze und Trockenheit. Ihr Anbau in Oberösterreich ist durch das vorherrschende feuchte Klima absolut am Limit und es muss mittels Pflanzenschutzmaßnahmen auf die Gesunderhaltung der Bäume geachtet werden. Am Spitzlehnerhof wird die Mandel im High-Density System geführt. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Heckensystem, das maschinell gepflegt, geschnitten und beerntet wird. Eigens dafür haben wir uns einen Österreich weit einzigartigen Mandelernter gebaut. 

Ernte: Oktober – November

Bewirtschaftung: konventionell

Produkte: Mandeln, geriebene Mandeln, Mandelschokolade, Gebrannte Mandeln

Kontakt

cropped-Logo_Spitzlehner.png

Theresa und Simon Hinterplattner

Hinterbergstraße 33
4310 Mauthausen

+43 664 4200438

obstbau@spitzlehner.at

Öffnungszeiten Ab-Hof-Verkauf: Samstag 9-12 Uhr