2025 ade – 2026 Grias di

Ein betrieblich sehr interessantes Jahr neigt sich dem Ende. Mit großen Herausforderungen sind wir ins Jahr 2025 gestartet, knappe Betriebskassa, massive Krankheitsprobleme bei Marille und Mandel und der klaren Aufgabe – die Dinge ins Positive zu drehen. Eins vorweg, es hat sich sehr viel zum Positiven verändert…

Der Frühling zieht ins Land

Die Marillenblüte begann 2025 am 23. März – so spät wie die letzten Jahre nicht. Seit 2020 also seit unserer Betriebsgründung war dies der späteste Blühbeginn. Das Jahr davor (2024) begann die Blüte in den letzten Februar Tagen. Der späte Blühbeginn ging mit 3 Tage kühlem aber vor allem regnerischen Wetter einher. Welch ein Glück, dass wir unsere Marillen seit 2025 konventionell bewirtschaften und die Mittel Switch und Signum in der Blütephase zum Einsatz bringen konnten. Andernfalls wäre unser Marillengarten vermutlich ein Fall zum Roden geworden. Denn kühles und nasses Blühwetter sind ideal für massiven Monilia Befall!

Top Wuchswetter im Frühling sorgte bei neu gepflanzten Anlagen für einen genialen Start! Hier im Bild die Mandelanlage von der Morgentau Biogemüse GmbH welche wir mit bewirtschaften.

Und los geht es mit der Ernte

Trotz einer relativ späten Blüte konnten wir die ersten Maibeeren pünktlich zum 25. Mai ernten. Sowohl Erntemenge als auch der Absatz waren sehr zufriedenstellend.

Das optimale Wuchswetter endete zum Start der Marillenernte Ende Juni. Ab Mitte Juni gab es 3 Wochen lang sehr hohe Temperaturen ohne nennenswerten Niederschlag. Diese Kombination ließ das Wachstum recht abrupt abklingen, sorgte aber vor allem bei unseren frühen Marillensorten Tsunami und Sefora für top Qualitäten!

Zum ersten Mal kam es zur Situation, dass wir gar nicht schnell genug ernten konnten und es fielen einige hundert Kilo überreifer Marillen zu Boden. Dies nutzten wir um Nektar und Marillen Frizzante erzeugen zu lassen.

2 Tolle Auszeichnungen

Agrarinnovationspreis des Landes Oberösterreich

3. Preis in der Kategorie: „Innovation – effizientes Wirtschaften in Kreisläufen“

Innovationspreis der Jungen Landwirtschaft Österreich

3. Preis für den ersten österreichischen Mandelernter

Es freut uns sehr mit diesen beiden Preisen ausgezeichnet worden zu sein! Sie zeigen uns, dass sich Mut lohnt und auch kleine Betriebe vor den Vorhang geholt werden.

Des Jahr neigt sich dem Ende

Die erste Paw Paw Ernte mit rund 100kg konnte eingefahren werden. Es ist schön, die noch kleinen Bäume wachsen zu sehen. Ein gutes Zeichen, dass sie sich endlich so richtig etabliert haben auf unserem Feld. Hoffentlich werden die Erntemengen bald mehr, verkaufen tun sich die Indianerbananen nämlich richtig gut.

Gut gedüngt gehen unsere Beeren (Felsenbirnen und Maibeeren) in den Winter. Der Pferdemist (mit Sägespänen) beinhaltet nur ganz wenig Stickstoff, deckt aber den Boden gut ab und unterdrückt Unkraut bzw. lässt die Flachwurzelnden Beeren besser gedeihen.

Ein sehr trockener Herbst veranlasste uns, die Bäume einen Monat früher als üblich (also schon im Oktober) anzuhäufeln. So trocken wie heuer ist es nur alle paar Jahre mal zu dieser Jahreszeit. Einfach eine Freude die Kulturen so über den Winter gehen zu sehen…

Conclusio

Eigentlich lief heuer fast alles besser als die Jahre davor. Mehr Erntemenge, besserer Absatz, mehr verarbeitete Produkte, neue Partner, gesündere Bäume, weniger Unkraut und vor allem ein besserer Blütenansatz für 2026!

Viele neue Produkte ergaben sich durch die Partnerschaft mit Romana’s Kräuterei durch die unglaublich innovative, fleißige und genauso in ihre Arbeit verliebte (wie wir) Romana Marihart. Nebst Feigensenf, Spitzlehner’s Haustee, und getrockneten Feige kreierte sie kurzerhand eingelegte Feigen weil diese nicht mehr reif wurden und im November noch grün am Baum hingen. Romana du bist gemeinsam mit Ingeborg ein Wahnsinn – Danke für eure Schaffenskraft!!!

Trotzdem müssen wir in einigen Punkten nachschärfen. Konkret werden wir ab 2026 unsere Mandeln konventionell bewirtschaften. Der Grund hierfür ist einfach der massive Krankheitsdruck auf die an und für sich mediterrane Baumart. Natürlich hätten wir uns das anders vorgestellt aber es hat sich rausgestellt, dass diese Kultur biologisch nicht wirtschaftlich zu führen ist – der Ertrag und die Qualität sind ferne liefen. Der Mandelanbau befindet sich bei uns im Grenzbereich hinsichtlich der klimatischen Ansprüche. Sprich, sowohl Wärmesumme (absolutes Minimum welches die Reife ermöglicht) als auch die Niederschlagsmengen (häufig zu Nass in der Wachstumsperiode) setzen den Bäume und deren Gesundheit zu…

2026 – was kommt auf uns zu?

Zum aller ersten Mal haben wir keine großen Projekte geplant. Einen neuen Boden vor den Kühlzellen, ein kleiner Umbau beim Mandelernter aber alles in allem nichts Tragisches. Insofern hoffen wir auf: Ein gutes Obstjahr – eine weitere Stabilisierung unserer Produktion – hoffentlich das Zahlen vieler Schulden – Gesundheit für alle – keine Unfälle – viele Zufriedene Kunden!

Ab Ende Mai startet auch der Ab-Hof-Verkauf in gewohnter Manier wieder. Jeden Samstag von 9-12 Uhr und in der Marillenzeit Montag-Freitag 9-17 Uhr und Samstag 9-12 Uhr.

In diesem Sinne: Ein Gutes Jahr 2026

Theresa und Simon sowie alle am Spitzlehnerhof angestückelten

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